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Was bieten neue Wohnformen?

Veranstaltungen der Reihe „Ostbelgien und Du“ am 29.06 und 04.07.2017

Zusammen ist man weniger allein – Was bieten neue Wohnformen?

Laut Erhebungen des Ministeriums im Jahre 2010 leben rund 85% der 80- bis 99-jährigen zuhause. Wenn man die Zahlen für die 60- bis 79-Jährigen analysiert, liegt der Anteil der zuhause wohnenden Senioren und Seniorinnen bei 98%. Der Belgier liebt die eigenen vier Wände! Doch die Zukunft bringt Herausforderungen. Sind neue Wohnformen eine Alternative?

Demografische Herausforderungen

Schaut man sich die Prognosen zur künftigen demografischen Entwicklung an, so wird schnell deutlich, dass mittelfristig ein Umdenken stattfinden muss, damit auch in Zukunft Bürgern und Bürgerinnen aller Gesellschaftsschichten eine angemessene Unterkunft und Pflege garantiert werden kann. Die Menschen werden immer älter und der Pflegebedarf wächst. Gleichzeitig schrumpft die arbeitende Bevölkerung und die Baby-Boomer treten in den Ruhestand. Bereits jetzt sind in Ostbelgien die Plätze in den Alten- und Pflegeheimen begehrt und die Wartelisten lang. Um diese Herausforderungen zu meistern, beschäftigt man sich auch in unserer Region immer häufiger mit unterschiedlichen Alternativen zu den aktuellen Wohnformen.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung „Zusammen ist man weniger allein – Was bieten neue Wohnformen?“ der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben fand im Rahmen der Reihe „Ostbelgien und Du“ in zwei Ausgaben statt – am 29. Juni im Foyer Lüttich in Eupen und am 4. Juli im Saal Beethoven des Dienstleistungszentrums Sankt-Vith.

Insgesamt rund 80 Interessierte hatten sich zu den beiden Ausgaben eingefunden. Zunächst gaben Aurelia Vietzen und Kathleen Battke vom eingetragenen Verein „Neues Wohnen im Alter e.V.“  in Köln einen allgemeinen Überblick über die Formen des Wohnens, die es zwischen dem Eigen- und dem Alten- oder Pflegeheim noch gibt. Alternative Wohnformen seien ein probates Mittel im Kampf gegen Wohnungsknappheit in Ballungszentren und Leerstand in ländlicheren Gebieten.

Im Anschluss stellte Monika Lang das Wohnprojekt der eingetragenen Genossenschaft „LebensWeGe Aachen eG“ vor. Dabei handelt es sich um eine Gruppe von Bürgern und Bürgerinnen, die sich (nach deutschem Recht) zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen hat. Sie verwirklichte ihre Vorstellung von selbstbestimmtem, nachbarschaftlich organisiertem Leben in einem Wohnprojekt. Monika Lang schaffte es, dem Publikum einen Einblick in den Alltag eines alternativen Wohnprojekts zu gewähren. Vorteile seien u.a. eine niedrigere Miete, die barrierefreie Gestaltung und die vielen gemeinsamen Aktivitäten, die gegenseitige Hilfe unter den Bewohnern, das Teilen von Fahrzeugen und Werkzeugen der Hausgemeinschaft.

Rege Diskussion mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen

Im Anschluss an die beiden Vorträge entwickelte sich sowohl in Eupen als auch in Sankt-Vith eine rege Diskussion. Dabei standen die Expertinnen den Fragen des vielfältig besetzten Publikums -interessierte Bürger und Bürgerinnen, Architekten, Bauwillige, soziale Dienste, Fachkräfte aus der häuslichen Pflege und Hilfe, Wissenschaftler, Juristen, Sozialarbeiter, Urbanisten,…Rede und Antwort und gaben obendrein den ein oder anderen Tipp für die richtige Herangehensweise an ein solches Projekt.

Weitere Informationen

Bei Fragen oder Anregungen zum Thema „Neue Wohnformen“ wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartnerinnen der Dienststelle für selbstbestimmtes Leben, Isabelle Lazarus und Yvonne Schneider.