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Ich möchte einen Angehörigen unterstützen

In meiner Familie helfen wir uns gegenseitig und unterstützen uns in schwierigen Situationen. Wir sind für einander da.
Wenn einer meiner Angehörigen über lange Zeit krank ist, braucht er intensivere Pflege und Unterstützung. Ich möchte ihm oder ihr dann helfen und Teile der Pflege übernehmen. Worauf muss ich dabei achten? Wer kann mich dazu beraten?

Die Mitarbeiterinnen der Dienststelle für Selbstbestimmtes Leben bieten mir und meiner Familie eine passende Beratung an, wenn ich einen Angehörigen pflegen möchte. Der Angehörige kann ein Kind oder ein Jugendlicher, ein Erwachsener oder ein Senior sein. Wir müssen aber nicht unbedingt miteinander verwandt sein.
Die Beratung beginnt zum Beispiel mit Informationen zum Unterstützungsbedarf des Angehörigen. Ich werde dann beraten, wie ich mich verhalten soll, was ich machen kann und auch was ich nicht machen sollte. Die Dienststelle kann mir dann praktische Hilfen anbieten:

  • Beim Ankauf von Hilfsmitteln wie elektrische Betten, Badelifte, Anti-Druckstellen-Matratzen oder ähnlichem kann die Dienststelle durch finanzielle Beteiligung an den Kosten helfen.
  • Mit dem Angebot einer Familienbegleitung durch die Dienststelle wird eine Beratung und Begleitung bei mir Zuhause ermöglicht. Außerdem wird mein Anspruch auf Entlastung geprüft. Eine Freizeitvermittlung oder ein Kurzaufenthalt in einer anderen Wohnform für meinen Angehörigen könnte hilfreich sein, damit ich als pflegende Person auch mal eine Auszeit bekomme und mich erholen kann.
  • Auch eine Hausbetreuung von beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ist möglich.
  • Die Vermittlung durch die Dienststelle eines häuslichen Krankenpflegedienstes kann mir bei der alltäglichen Pflege ebenfalls eine große Hilfe sein.

Es kann aber der Moment kommen, wo ich trotz der Hilfe und Pflege zu Hause nicht mehr in der Lage bin, die Unterstützung Zuhause zu gewährleisten. Dann können mich die Mitarbeiter der Dienststelle bei der Suche nach Alternativen für meinen Angehörigen unterstützen. Eine solche Alternative kann z.B.  ein Pflege-Wohnheim, ein Krankenhaus oder ein Seniorenheim sein. Auch im Fall, wenn mein Angehöriger sterben muss, beraten die Mitarbeiter mich bei der Suche nach einer guten Palliativpflege und bei den Formalitäten nach dem Tode.